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Neuerscheinungen

 Charlotte Marlo Werner: Schreibendes Leben – Die Dichterin Clara Viebig
 Henriette Herwig und Anke Susanne Hoffmann - Clara Viebig: Vor Tau und Tag und andere Novellen (1897 - 1914)
 Helen Chambers - Humor and Irony in Nineteenth-Century German Women's Writing
 Anke Susanne Hoffmann - Von den Rändern her gelesen...
 Carola Stern - Kommen Sie, Cohn!




Charlotte Marlo Werner:
Schreibendes Leben – Die Dichterin Clara Viebig

„Im April 2006 ging ich durch einige Straßen Berlins, in denen eine Dichterin gewohnt hatte, die heute leider nahezu vergessen ist. Mein eigentliches Ziel war aber die Königstraße 3 in Zehlendorf, in der noch heute ihre schöne Villa steht …“

Clara Viebig (1860 – 1952) repräsentiert ein charakteristisches Kapitel deutscher Literaturgeschichte. Eindringlich und packend gestaltet die um 1900 meistgelesene deutsche Schriftstellerin Massenszenen und Schicksale wie keine andere. Bereits 1897 formulierte die Dichterin die Gedanken der noch jungen Frauenbewegung und wurde unbewusst zu einer ihrer Vorkämpferinnen.

Zu ihrem 100. Geburtstag wurde Viebig von der Presse gewürdigt „als eine mutige Wegbereiterin und Weckerin eines neuen Sozialgewissens“, welche die soziale Wirklichkeit hinter den goldbronzierten Fassaden ihres Zeitalters entdeckt habe. Das Opus der Schriftstellerin ist ebenso vielfältig wie ihre Landschaften und Orte, und ihre deftige und präzise Sprache erinnert an den Stil eines zeitgenössischen Günter Grass.
Mit diesem Buch gewährt Charlotte Marlo Werner Einblick in Viebigs schreibendes Leben – zur Unterhaltung und als historisches Dokument.

Charlotte Marlo Werner studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie an der Universität Düsseldorf und war dort im Frauenkulturarchiv tätig. Die Autorin zeichnet bereits für zahlreiche Publikationen verantwortlich, u. a. über Goethes Herzogin Anna Amalia, Anette Kolb und Friedrich Schiller. In ihrem neuen Werk widmet sie sich der lange vergessen geglaubten Dichterin Clara Viebig.

Bibliographie:
Charlotte Marlo Werner: Schreibendes Leben – Die Dichterin Clara Viebig
MEDU Verlag, Dreieich
Softcover, 320 Seiten, 16,95 €/ 31.30 CHF
ISBN: 978-3-938926-77-2

Pressekontakt:
Elvira Milinkovic, MEDU Verlag, Schloss Philippseich, 63303 Dreieich#

* Lt. Verlag erscheint eine überarbeitete Neuauflage Mitte/Ende Mai




Henriette Herwig und Anke Susanne Hoffmann
Clara Viebig: Vor Tau und Tag und andere Novellen (1897 - 1914)

Clara Viebig: Vor Tau und Tag und andere Novellen (1897 - 1914). Hrsg. von
Henriette Herwig und Anke Susanne Hoffmann.

Mit Anmerkungen, einem Nachwort und einer Zeittafel von Anke Susanne Hoffmann.

Turmhut-Verlag GbR, Mellrichstadt, 2008
(edition GENDER - Historische Literatur von Frauen / Band 5).

ISBN 978-396084-66-5.


Inhalt:
Novellen  
Genesung S. 9
Die Schuldige S. 21
Vor Tau und Tag
S. 91
Der Lebensbaum S. 137
Mutter Clara
S. 185
Erläuterungen zum Text
S. 214
Nachwort
S. 234
Zeittafel
S. 271
Bildteil
S. 279
Literatur
S. 286
Werke in zeitlicher Abfolge
S. 286
Literatur zu Clara Viebig
S. 293
Weiterführende Literatur
S. 279
Nachschlagewerke
S. 300
Bildnachweise S. 303

- Die Schuldige wurde entnommen und zitiert aus: Kinder der Eifel.
Novellen, Berlin: F. Fontane & Co. 1897.
- Genesung wurde entnommen und zitiert aus: Die Rosenkranzjungfer und
anderes. Novellen, Berlin: F. Fontane & Co. 1901.
- Der Lebensbaum wurde entnommen und zitiert aus: Naturgewalten. Neue
Geschichten aus der Eifel, Stuttgart / Berlin / Leipzig: Deutsche
Verlagsanstalt 11. Ausgabe, 1906.
- Mutter Clara wurde entnommen und zitiert aus: Heimat. Novellen, Berlin:
E. Fleischel & Co. 1914.
- Vor Tau und Tag wurde entnommen und zitiert aus: Vor Tau und Tag.
Novellen, Berlin: F. Fontane & Co. 1898.



Helen Chambers
Humor and Irony in Nineteenth-Century German Women's Writing
Studies in Prose Fiction, 1840-1900

Cover: Humor & Irony

DETAILS

256 pages
Size: 9 x 6 in
10 digit ISBN: 1571133046
13 digit ISBN: 9781571133045
Binding: Hardback
Publication date: 01/Jun/2007
Price: 75.00 USD / 45.00 GBP
Imprint: Camden House
Series: Studies in German Literature Linguistics and Culture

BIC class: AVH


Nineteenth-century German literature is seldom seen as rich in humor and irony, and women's writing from that period is perhaps even less likely to be seen as possessing those qualities. Yet since comedy is bound to societal norms, and humor and irony are recognized weapons of the weak against authority, what this innovative study reveals should not be surprising: women writers found much to laugh at in a bourgeois age when social constraints, particularly on women, were tight. Helen Chambers analyzes prose fiction by leading female writers of the day who prominently employ humor and irony. Arguing that humor and irony involve cognitive and rational processes, she highlights the inadequacy of binary theories of gender that classify the female as emotional and the male as rational. Chambers focuses on nine women writers: Annette von Droste-Hülshoff, Ida Hahn-Hahn, Ottilie Wildermuth, Helene Böhlau, Marie von Ebner-Eschenbach, Ada Christen, Clara Viebig, Isolde Kurz, and Ricarda Huch. She uncovers a rich seam of unsuspected or forgotten variety, identifies fresh avenues of approach, and suggests a range of works that merit a place on university reading lists and attention in scholarly studies.

Helen Chambers is Professor of German at the University of St Andrews, Scotland, UK.

Contents

Introduction
1 Annette von Droste-Hülshoff and Ida Hahn-Hahn: Overcoming Seriousness?
2 Ottilie Wildermuth and Helene Böhlau: Harmless Humor or Subtle Psychology?
3 Marie von Ebner-Eschenbach: Satire, Physical Comedy, Irony, and Deeper Meaning
4 Ada Christen and Clara Viebig: Laughter and Pain in the World of Work
5 Isolde Kurz and Ricarda Huch: The Humor of Skeptical Idealism
6 Conclusion
7 Works Cited
8 Index

 

Anke Susanne Hoffmann
Von den Rändern her gelesen
Zur Funktionalität der Dimension Natur im novellistischen Œvre Clara Viebigs
Trierer Studien zur Literatur, Bd. 47 (zugl. Diss. Trier 2006)

Cover: Kommen Sie, Cohn!

Peter Lang - Europäischer Verlag der Wissenschaften
Frankfurt a.M. 2007
ISBN 3-631-55868-6
303 Seiten, 51,50 EUR



Diese Studie analysiert ausgehend von der Funktionalität der Dimension ,Natur' zum einen die Dramaturgie der Viebig'schen Novellen und zeigt zum anderen die zentralen diskursiven Felder auf, die Viebig zum literarischen Interdiskurs ausarbeitet. Hierbei wird deutlich, dass in Viebigs Werk nicht ein eindimensionales, sondern ein ambivalentes Weltbild, in das eine Vielzahl literarischer wie ideologischer Strömungen einfließen, transportiert wird. ,Natur' entfaltet im Novellenkonzept Viebigs einen textkonstitutiven Mehrwert, ohne den weder die Textdramaturgie noch die narrative Ebene bestehen können. ,Natur' ist demnach das entscheidende Kriterium in Clara Viebigs Novellenwerk und muss über die Grenzen der literaturgeschichtlichen Kategorien Naturalismus und Heimatkunst hinaus betrachtet werden.

Aus dem Inhalt:

Die Leistung der Dimension ,Natur' für die Novellendramaturgie / Natur als unabhängige, beliebige und erhabene Größe – die Naturgewalt als Allmacht / ,Die Sonne sehen' – das Verlangen nach Glück und selbstbestimmter Lebensführung / Lebenskrisen als Auslöser von Fluchtbewegungen – die Dimension ,Natur' als Refugium / ,Heimat' – Facetten eines ambivalenten Wertes zwischen spatialer Fixierung, Weiblichkeit und Fremdwahrnehmung

Diese Arbeit wurde betreut von Prof. Georg Guntermann an der Universität Trier.

 

Carola Stern
Kommen Sie, Cohn!
Friedrich Cohn und Clara Viebig


Cover: Kommen Sie, Cohn! Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2006
ISBN 3462037242,
Gebunden, 167 Seiten, 16,90 EUR


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Klappentext

Ein Buch über die Schriftstellerin Clara Viebig und den Verleger Friedrich Theodor Cohn. Carola Stern erzählt in ihrem letzten Buch die Geschichte einer jüdisch-christlichen Familie zur Zeit der Jahrhundertwende, als die von Fontane beschriebene Welt des preußischen Adels unterging und Berlin zu einer Metropole der wirtschaftlichen und kulturellen Moderne wurde. Ein neues Wort kam damals auf, das Geschichte machen sollte: Antisemitismus. Zu Hause beim alten Fontane hat alles begonnen: Die angehende Autorin Clara Viebig erbittet sich Rat von dem großen Berliner Schriftsteller. Und der reicht ihre Manuskripte weiter an den Verlag seines Sohnes. Teilhaber dieses Verlages ist Friedrich Theodor Cohn, weit gereister Sohn einer gebildeten jüdisch-bürgerlichen Familie. In "Fritz" findet Clara einen verständnisvollen Zuhörer, der an ihrer literarischen Arbeit interessiert ist. Mit seiner Hilfe wird die Chronistin der kleinen Leute, die "deutsche Zola", eine Bestsellerautorin. 1896 heiraten die beiden - eine jüdisch-christliche Ehe ist zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit. Ihre Familien sind von der Verbindung nicht begeistert. Bei Claras Mutter muss Fontane vermitteln: Cohn gehöre doch zu den "feinen Juden", nicht zu den Ostjuden, die der Berliner Historiker Heinrich Treitschke als "unser Unglück" bezeichnet hat. Carola Stern erzählt von Fritz und Clara, von den politischen und amourösen Affären ihres Sohnes Ernst, der komponiert und dirigiert und später emigriert, von dem Freundeskreis, zu dem Rudolf Steiner gehört, und von "Min", dem politisch couragierten Schriftsteller Armin T. Wegner, der 1933 einen berühmten Brief an Hitler schreibt.


Rezensionen - Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.11.2006

Rezensentin Maria Frise sieht in Carola Sterns Biografie über Friedrich Cohn und Clara Viebig zugleich ein Porträt der Zeit um die Jahrhundertwende. Dass dabei manches skizzenhaft bleibt, erklärt sie damit, dass die inzwischen verstorbene Stern ihr letztes Buch nicht mehr selbst beenden konnte. Dennoch attestiert sie Sterns Freundin, Verlegerin und langjähriger Lektorin Ingke Brodersen, bei der Vollendung des Buchs nach Plänen der Autorin gute Arbeit geleistet zu haben. Sie unterstreicht die Assimilationsbemühungen des jüdischen Verlegers Friedrich Cohn, der zum Protestantismus konvertierte, als er Clara Viebig, die er im Haus Theodor Fontanes kennen gelernt hatte, heiratete. Zum Bedauern Frises erfährt man über Viebigs Werk, die mit ihren in Cohns Verlag erschienen Büchern zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Zeit wurde, recht wenig. Deutlich wird für sie dafür der zunehmende Antisemitismus, dem Cohn und Viebig mit Resignation begegneten.

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Rezensionen - Die Zeit vom 28.09.2006

Bemerkenswert findet Rezensent Dorion Weickmann diese Doppelbiografie über die Schriftstellerin Clara Viebig und den Verleger Friedrich Theodor Cohn. Wie er hervor hebt, erzählt die inzwischen verstorbene Autorin Carola Stern die Geschichte des aus einer gebildeten jüdisch-bürgerlichen Familie stammenden Cohn und seiner protestantischen Gattin Clara Viebig vor dem Hintergrund des Ende des 19. Jahrhunderts aufkeimenden Antisemitismus. Eindringlich erscheint der wilhelminischen Antisemitismus für Weickmann dabei als "Präludium der nationalsozialistischen Barbarei". Er attestiert Stern Begabung für "szenische Arrangements" sowie "Freude am Fabulieren". Beeindruckt hat ihn besonders ihr Sinn für die Würde des einzelnen Menschen, der auch in vorliegendem Werk immer deutlich zu spüren ist.


Rezensionen - Süddeutsche Zeitung vom 13.09.2006

Das letzte Buch der inzwischen verstorbenen Carola Stern ist für Jürgen Busche möglicherweise das "schönste", mit Sicherheit aber ihr "bestes", wie er beteuert. Es handelt von Friedrich Cohn, einem erfolgreichen Verleger, und seiner als Schriftstellerin beachteten Ehefrau Clara Viebig, einen erhellenden Einblick in deutsch-jüdisches Leben im 20. Jahrhundert bekommt man zudem ganz nebenbei. Am meisten hat Busche offensichtlich die große Zurückhaltung der Autorin beeindruckt, die ihr Thema nicht auswalzt und wie im Vorbeigehen auch einige Zeitgenossen des Ehepaars porträtiert.

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Rezensionen - Aus dem Antiquariat vom 7. 12. 2007

Jan-Pieter Barbian: Friedrich Cohn und Clara Viebig, in: Aus dem
Antiquariat NF 5 (2007), Nr. 6, S. 449-450.